Elon Musk hat dieses Jahr den Newsletter-Dienst Revue eingestellt. Revue gehört Twitter. Eine schmerzhafte Entscheidung, vor allem für die vielen Autoren, die seit Jahren auf Revue bauen und vertrauen. Musks Begründung lautet: Revue trägt nicht zum Kerngeschäft von Twitter bei und muss deshalb weg. In dieser Argumentation können wir uns durchaus wiederfinden.
Trotz Musks manchmal etwas ad hoc wirkender Entscheidungen lässt sich durchaus etwas daraus lernen. Es braucht Mut und Risikobereitschaft, etwas wegzunehmen. Es ist viel einfacher, Dinge hinzuzufügen, als sie zu entfernen. Leider ist es auch deutlich teurer, Dinge hinzuzufügen. So auch bei Features.
Wie oft hört man nicht: „Dieses Feature muss wirklich noch rein.“ Gerade deshalb ist es eine Superkraft, wenn du im Gegensatz zu vielen anderen regelmäßig die Frage stellst: Was kann eigentlich weg?
“Dieses Feature muss wirklich noch rein!”
Wenn du Dinge wegnimmst, dann:
Es ist eine Superkraft, wenn du regelmäßig die Frage stellst: Was kann weg?
Als junges Unternehmen hast du nicht immer die Wahl, einfach nur Features hinzuzufügen. Die Ressourcen sind schlicht nicht immer groß genug. Ein Fluch und ein Segen, aber meistens läuft es so:
Ein Kunde fragt nach einem Feature:
Ironischerweise haben wir ein neues Feature.
Google Maps mit Reviews von Hinz und Kunz? Was bringt uns das noch? Mit diesem Feature fragst du Bewertungen von Besuchern innerhalb deiner eigenen Zielgruppe ab. Und das muss nicht einmal eine allgemeine Bewertung sein. Frag ganz gezielt Dinge wie: „Wie grün ist der Schulhof?“ Praktisch für dich als Kartenmacher, aber auch für Besucher untereinander.

Hurra. Oder doch nicht? Um unseren Worten Taten folgen zu lassen, haben wir dieses Feature quick & dirty gebaut. Wir schauen, ob es ankommt, und wenn nicht, nehmen wir es eben wieder raus.
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