← Zurück zur Blogübersicht

Hurra, ein neues Feature. Oder doch nicht?

Hurra, ein neues Feature. Oder doch nicht?
Geschrieben von Tim Sluis am 8 März 2023

Elon Musk hat dieses Jahr den Newsletter-Dienst Revue eingestellt. Revue gehört Twitter. Eine schmerzhafte Entscheidung, vor allem für die vielen Autoren, die seit Jahren auf Revue bauen und vertrauen. Musks Begründung lautet: Revue trägt nicht zum Kerngeschäft von Twitter bei und muss deshalb weg. In dieser Argumentation können wir uns durchaus wiederfinden.

Wegnehmen ist schwieriger als hinzufügen

Trotz Musks manchmal etwas ad hoc wirkender Entscheidungen lässt sich durchaus etwas daraus lernen. Es braucht Mut und Risikobereitschaft, etwas wegzunehmen. Es ist viel einfacher, Dinge hinzuzufügen, als sie zu entfernen. Leider ist es auch deutlich teurer, Dinge hinzuzufügen. So auch bei Features.

Wie oft hört man nicht: „Dieses Feature muss wirklich noch rein.“ Gerade deshalb ist es eine Superkraft, wenn du im Gegensatz zu vielen anderen regelmäßig die Frage stellst: Was kann eigentlich weg?

“Dieses Feature muss wirklich noch rein!”

Wenn du Dinge wegnimmst, dann:

  • wird es leichter, sich auf das zu konzentrieren, worum es wirklich geht;
  • wird dein Produkt oder Projekt einfacher und übersichtlicher;
  • sparst du Zeit und Kosten in der Wartung;
  • sinkt dein Risiko, weil weniger kaputtgehen kann;
  • wird es leichter, dich von Wettbewerbern zu unterscheiden.

Wie wir damit umgehen

Es ist eine Superkraft, wenn du regelmäßig die Frage stellst: Was kann weg?

Als junges Unternehmen hast du nicht immer die Wahl, einfach nur Features hinzuzufügen. Die Ressourcen sind schlicht nicht immer groß genug. Ein Fluch und ein Segen, aber meistens läuft es so:

Ein Kunde fragt nach einem Feature:

  • Wir prüfen den Markt und fragen uns, ob es mehr Nachfrage nach demselben Feature gibt. Und nicht unwichtig: ob es zu unserer Vision passt.
  • Wenn die Antwort ja lautet, setzen wir das Feature quick & dirty um.
  • Wir schauen, ob das Feature den gewünschten Effekt hat.
  • Dann treffen wir die Entscheidung: verbessern oder entfernen. Und das muss nicht immer nur ein Feature sein, manchmal kann es auch eine hervorragende Entscheidung sein, sich von einem Kunden zu trennen.

Ironischerweise haben wir ein neues Feature.

Neues Feature: Orte bewerten

Google Maps mit Reviews von Hinz und Kunz? Was bringt uns das noch? Mit diesem Feature fragst du Bewertungen von Besuchern innerhalb deiner eigenen Zielgruppe ab. Und das muss nicht einmal eine allgemeine Bewertung sein. Frag ganz gezielt Dinge wie: „Wie grün ist der Schulhof?“ Praktisch für dich als Kartenmacher, aber auch für Besucher untereinander.

Hurra. Oder doch nicht? Um unseren Worten Taten folgen zu lassen, haben wir dieses Feature quick & dirty gebaut. Wir schauen, ob es ankommt, und wenn nicht, nehmen wir es eben wieder raus.

Weiterlesen?

Erklärvideo: Eine Karte von A bis Z erstellen

Erklärvideo: Eine Karte von A bis Z erstellen

Artikel lesen
Eine Erlebniskarte für den Nationalpark Drentsche Aa

Eine Erlebniskarte für den Nationalpark Drentsche Aa

Artikel lesen

Newsletter

Möchtest du auf dem Laufenden bleiben, wie sich Wolf Maps entwickelt? Melde dich für unseren Newsletter an.